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Rezension
Alex Raymond

Flash Gordon Band 1

Auf dem Planeten Mongo - Die Sonntagsseiten 1934-1937

Rezension © 2019 by Klaus Spangenmacher für ComicOla.de

flash 1

© 2019 Hannibal Verlag

Erschienen: Oktober 2018
Hannibal Verlag
208 Seiten
25,00 x 28,00 cm
Übersetzer: Alan Tepper
Hardcover
ISBN 978-3-85445-659-9
Preis: 35,00 €
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Kurzbeschreibung:

Als Regisseur George Lucas Mitte der Siebziger Flash Gordon verfilmen wollte, erhielt er vom Rechteinhaber eine Absage. Inspiriert von dem Kult-Comic, gab er nicht auf und erschuf ein neues Science-Fiction-Opus, das als Star Wars in die Filmgeschichte einging. Allerdings konnte sich Lucas nicht von der zuerst anvisierten Heldenfigur trennen und verarbeitete bei seinem neuen Werk zahlreiche Elemente des Comic-Klassikers. Aus Schwertkämpfen wurden Laserschwert-Duelle, aus dem schrecklichen Ming der gefürchtete Darth Vader und auch die Liebesgeschichte von Flash Gordon setzte sich mit Prinzessin Leia fort.

Der Zeichner und Autor Alex Raymond startete die Comic-Serie im Jahr 1934. Bis auf den schlicht gezeichneten Buck Rogers hatte er keine Vorlagen. Die fantastischen Welten des Planeten Mongo und seiner Bewohner entsprangen allein seiner grenzenlosen Vorstellungskraft. Zwar fanden sich Elemente des Abenteuerromans und der Rittersagen, doch gerade die Verknüpfung unterschiedlicher Genres, gewürzt mit einer Prise Science-Fiction, war neu. Die Geschichte um Flash Gordon, seine Geliebte Dale und dem Wissenschaftler Dr. Zarkov euphorisierte die Leser vom Erstveröffentlichungstermin 1934 bis Raymonds Abschied von der Serie 1944. Sie warteten gebannt auf jede neue Ausgabe der in den sogenannten Sonntagsseiten veröffentlichten Serie. Die Popularität war so groß, dass Flash Gordon ab 1936 mit dem Schwimmweltmeister Buster Crabbe in mehreren Teilen verfilmt wurde. 1980 kam eine Neuverfilmung in die Kinos, für die die Rockband Queen den Soundtrack schrieb und einspielte. Eine weitere Kinoversion ist für 2019 geplant.

Der erste Teil der aktuellen und neu übersetzten Hardcover-Edition dokumentiert die Jahre 1934 bis 1937, entsprich in der Farbgebung den in den Dreißigerjahren erschienenen Sonntagsseiten und wurde gefühlvoll restauriert. Mit den eleganten und fantasievollen Zeichnungen strahlt sie die Magie der Frühzeit der Comic-Geschichte aus. Im Gegensatz zu aktuellen Trends finden sich hier Liebe zum Detail, ausgeschmückte Erzählstränge und Bilder, die die Grenze zwischen Comic und Kunst verschwimmen lassen. Die Lektüre von Flash Gordon wird durch das hochwertige Papier und die Druckqualität zu einem kaum zu übertreffenden sinnlichen Genuss.

Die Reihe wird voraussichtlich aus sechs oder vielleicht auch sieben Bänden bestehen.

Unsere Meinung:
Auch wenn viele Verlage mit Rang und Namen, wie Heyne und Carlsen die Sonntagscomics schon veröffentlicht hatten, machte sich Hannibal Kult an den Versuch, die Sonntagsseiten noch einmal neu in einem von der Größe her passenderem Format neu aufzulegen. Eine hochwertige Aufmachung, für die Strips super passendes Papier, exzellenter Druck und die Kolorierung ist dem Thema und dem Zeitalter der Erstveröffentlichung super gelungen.
Mit dem besonderen Format von 25 x 28 Zentimetern passt immer eine ganze Sonntagsausgabe auf eine Seite.
Dieser erste Band enthält die Strips von 01. Januar 1934 bis zum 18. April 1937 und als super Schmankerl einen gelungenen redaktionellen Teil.
Da es mir nicht gegönnt war, die Strips zur Originalveröffentlichungszeit zu erleben, bin ich bei Flash Gordon erst spät eingestiegen. Aber auf jeden Fall noch VOR der Verfilmung von 1980 ( und dem dafür produzierten genialen Queen Titel) und folgenden Serienverfilmungen, die mich alle nicht begeisterten.
Man merkt diesen frühen Sonntagsseiten an, dass sie die Inspirationsquelle für viele spätere Comickünstler wie Frank Miller, Carl Barks und Hansrudi Wäscher waren. Und zusätzlich macht für mich das Detailreichtum der Zeichungen von Alex Raymond die Faszination hierbei aus, denn dies liess er sich durch keinen Redakteur oder Kollegen ausreden, auch wenn dadurch seine tägliche Ausstoßrate an Strips darunter litt.
Und auch das Zusatzmaterial liefert natürlich einiges an Hintergrundinfos, die sehr gut bei mir ankamen.

Fazit:
Werde mich gespannt auf den nächsten Band mit den Sonntagsseiten aus den Jahren 1937-1941 stürzen.